Beruf & Familie

Zum Schulbeginn richtig abgesichert – daran sollten Eltern jetzt denken

Es ist wieder soweit: Die Sommerferien sind vorbei und Kinder starten in die Schule – viele davon als Schulanfänger. 2021/2022 kamen deutschlandweit knapp 771.700 Kinder in die Schule.1 Für das Kind ist der Schulbeginn ein neuer Lebensabschnitt: Es gibt unglaublich viel Neues zu entdecken und zu lernen. Es warten neue Freundschaften und unbekannte Situationen, die es allein zu bewältigen gilt. Auch für Sie als Elternteil ist das alles neu: Plötzlich ist Ihr Kind ganz groß und selbstständig, und Sie können nicht immer da sein, um aufzupassen.

Risikoabsicherung für Kinder

Kinder sind ständig in Bewegung und auch immer früher mit Roller, Fahrrad und Co. mobil. Mit Schuleintritt werden sie zunehmend eigenständig. Sie begeben sich in die große weite Welt hinaus und dort lauern einige Gefahren. Verständlich, dass Sie sich fragen, wie Sie Ihren Schützling auch aus der Ferne am besten schützen können. Denn beispielsweise ein Unfall kann schnell passieren. Im schlimmsten Fall zieht dieser dauerhafte körperliche Einschränkungen nach sich.

Passiert so etwas, ist das schlimm genug – finanzielle Sorgen aufgrund hoher Kosten von aufwendigen Behandlungen, langjähriger Sonderbetreuung oder notwendigem Umbau des Zuhauses kann man da erst recht nicht gebrauchen.

Eine entsprechende Absicherung kann in solchen Fällen Abhilfe schaffen. Gleichzeitig gibt es ein enormes Angebot an Absicherungsoptionen und nicht jede davon macht auch für Sie Sinn. Für Sie als Elternteil ist der Schulanfang also ein guter Zeitpunkt, um sich mit dem Thema Risikoabsicherung des Kindes auseinanderzusetzen und zu überlegen, was für Ihre Familie sinnvoll ist.

Die gesetzliche Absicherung reicht nicht aus, eine Zusatzabsicherung ist durchaus sinnvoll

Prinzipiell gilt: Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei Unfällen in der Schule oder auf dem Schulweg. Verlässt Ihr Kind beispielsweise den Schulweg, um noch kurz an der Eisdiele zu halten, ist dies nicht versichert. Ein zusätzlicher Schutz ist daher sinnvoll. Vor allem für die Freizeit nach der Schule lohnt sich eine Zusatzabsicherung. Denn die meisten Unfälle ereignen sich im privaten Umfeld von Kindern. 2

Versicherungslösungen wie eine Dread Disease-Versicherung oder eine Grundfähigkeitsabsicherung können eine gute Ergänzung sein. Der Vorteil, wenn man diese noch im Kindesalter abschließt, sind niedrige Beiträge.

Es gilt: je früher, desto gesünder, desto günstiger.

Manche Versicherungsgesellschaften bieten auch eine sogenannte Wechseloption, bei der das erwachsene Kind ohne erneute Gesundheitsprüfung beispielsweise von einer Grundfähigkeitsversicherung in eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) wechseln kann. Der Gesundheitszustand, den man als Kind hatte, wird als Grundlage für die Beitragsbemessung genutzt. So bleibt die BU günstig.

Entscheiden Sie sich für eine solche Zusatzabsicherung, sind Sie bis zur Volljährigkeit des Kindes als Elternteil Versicherungsnehmer und das Kind ist die versicherte Person. Anschließend kann das Kind den Vertrag komplett übernehmen.

Weitere Versicherungsoptionen, die in Frage kommen können, sind eine private Unfallversicherung oder eine Kinderinvaliditätsversicherung.

Die eigene Absicherung ist meistens genauso wichtig

Denken Sie über die Absicherung Ihres Kindes nach, sollten Sie aber Ihre eigene Absicherung nicht vergessen. Denn durch die finanzielle Absicherung der Eltern ist auch die finanzielle Zukunft der Kinder gesichert. Was definitiv nicht passieren darf: Können Sie als Elternteil aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten, fließt kein Geld und der Lebensstandard der ganzen Familie ist gefährdet.

Folgendes Beispiel zeigt, wie sich die finanzielle Situation einer Familie ändern, wenn ein arbeitender Elternteil plötzlich ausfällt:

Beispiel: Eine 40-jährige, verheiratete Kauffrau mit zwei Kindern und der Lohnsteuerklasse 4 bekommt ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 3.500 €. Hier kann die halbe Erwerbsminderungsrente monatlich nur rund 696 € ausmachen. Das bedeutet, es würden etwa 1.603 € monatlich fehlen. Das reicht nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten.

Quelle: Canada Life VorsorgePLANER 08/2022

Es lohnt sich also definitiv, über Versicherungen wie eine BU, Dread Disease-Versicherung oder Grundfähigkeitenabsicherung nachzudenken. Auch eine Risikolebensversicherung sichert Hinterbliebene mit Geldnot ab.

Ein Blick auf die eigene Absicherung ist auch besonders deshalb sinnvoll, weil viele Verträge die Option mitbringen, Kinder mitzuversichern. Sind die Kinder dann älter, können Sie den Vertrag mit vereinfachter Gesundheitsprüfung übernehmen.

Fazit

Es gibt viele Angebote, um das eigene Kind abzusichern. Trotzdem sollte man als Elternteil insbesondere selbst vorsorgen, damit der Nachwuchs finanziell abgesichert ist, wenn einem selbst etwas passiert. Als Elternteil ist man um das Wohl des Kindes besorgt, bei den vielen Optionen kann man aber auch „überversichern“. Ein Versicherungsexperte hilft Ihnen gerne weiter bei der Frage, welche Angebote für Sie und Ihre Familie am sinnvollsten sind.


1 https://www.destatis.de/
2 https://www.kiggs-studie.de/