Vorsorgen & Anlegen

Aktien zum Vermögensaufbau: Spiel mit dem Feuer oder das neue Normal?

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Ihr Geld in Aktien anzulegen? Immer häufiger wird in Deutschland in Aktien investiert, um für die Rente vorzusorgen. Das war nicht immer der Fall. Noch vor knapp 2 Jahren standen viele Menschen der Aktienanlage kritisch gegenüber. Doch was waren die Gründe hierfür und wie sind diese heute zu bewerten?

Heute stehen Aktien für hohe Renditechancen. Trotzdem zögern manche mit einer Investition in Wertpapiere. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Dieser Artikel wirft einen Blick auf diverse Bedenken gegenüber Aktien und zeigt Ihnen, weshalb der Vermögensaufbau mit Aktien sinnvoll ist.

1. Angst vor hohem Verlust durch eine Wirtschaftskrise – selbst kleinste Verluste machen nervös

Einige Menschen entscheiden sich gegen die Aktienanlage, weil Sie finanzielle Verluste befürchten und schon bei kleinen finanziellen Einbußen nervös werden. Kurzfristig gesehen sind Schwankungen aufgrund der vielen Einflussfaktoren durchaus möglich. Die Aktienanlage bezieht sich aber auf einen langfristigen Zeitraum und langfristig betrachtet sind die Chancen auf eine positive Wertentwicklung gut.

Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass die meisten ökonomischen Krisen, wie zum Beispiel die Finanzkrise 2008, in Aufwärtstrends münden. Verfolgen Sie die Wertentwicklung von Aktien also langfristig, können Sie tendenziell von einer stabilen Entwicklung ausgehen und brauchen nicht nervös zu werden. Weitere Informationen dazu können Sie hier nachlesen.

Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an finanzen.net1

2. Vermögen ist zu gering

Die Befürchtung, ein zu geringes Vermögen für eine sinnvolle Investition zu besitzen, hält so manch einen von der Aktienanlage ab. Dementsprechend greifen manche immer noch auf klassische Sparprodukte, wie zum Beispiel das Festgeldkonto, zurück, aber auch bei der Aktienanlage ist es möglich, kleinere Beträge einzuzahlen. So können Sie zum Beispiel monatlich 50 € in einen Fondssparplan einzahlen und aus kleinen Beträgen ein beachtliches Vermögen erwirtschaften.

Zudem spielt der technologische Fortschritt eine wichtige Rolle: Dieser führt dazu, dass viele Anlageprozesse automatisiert sind. Eine erhöhte Automatisierung steht dabei für sinkende Depot- und Verwaltungsgebühren. Das alles bedeutet: In Aktien zu investieren, kann ebenfalls mit kleinen Beträgen sinnvoll sein, um die Rentenlücke zu schließen.

3. Nicht genug Wissen vorhanden

Häufig haben Leute das Gefühl, dass sie nicht genügend über Aktien wissen. Woher soll man neben der täglichen Arbeit noch die Zeit nehmen, um ein detailliertes Aktienwissen aufzubauen? Sie benötigen jedoch kein Expertenwissen, um in Aktien zu investieren! Häufig sind aktienbasierte Anlageprodukte darauf ausgerichtet, ihr Risiko breit zu streuen und demnach auf ein Minimum zu reduzieren.

Zusätzlich bietet Ihnen die fortschreitende Digitalisierung einen erleichterten Zugang zu relevanten Informationen zur Aktienanlage. Verglichen mit früher bestehen heute mehr Möglichkeiten, sich zu informieren. Ob sie hierfür ein Online-Portal, ihre Bank oder ihren Makler des Vertrauens aufsuchen, bleibt Ihnen überlassen.

4. Kein Vertrauen in die Aktienmärkte

Abschließend fehlt oft einfach das Vertrauen in die Aktienmärkte. Heute zielen aktienbasierte Anlageprodukte darauf ab, das Risiko breit zu streuen. Eine fondsgebundene Rentenversicherung oder ein Fondssparplan ermöglicht es Ihnen, die Geldanlage auf viele Branchen und Unternehmen zu verteilen. So können Sie sicher sein, dass kurzfristige Schwankungen durch die Breite der Anlage abgefedert werden. Zusätzlich gibt es Anlageprodukte, die ein geringes Risiko haben und gleichzeitig eine Rendite durch Garantiebausteine gewährleisten.

Fazit/Ausblick

Die vorgestellten Gründe sind alle nachvollziehbar, aber es lohnt sich, über ein Investment in Aktien nachzudenken: Vergleichbare Renditechancen gibt es auf dem Kapitalmarkt nicht. Ebenfalls belegen aktuelle Zahlen, dass immer mehr in Aktien investiert wird. Vor allem junge Menschen haben erkannt, dass sich aktienbasierte Anlageprodukte als sinnvoll für den Vermögensaufbau erweisen und zeigen ein erhöhtes Interesse.2

Für eine weitergehende Beratung wenden Sie sich an einen Makler oder Berater. Dieser beantwortet gerne Ihre Fragen und geht auf Ihre Bedenken ein. Wenn Sie dann überzeugt sind und loslegen wollen, hilft er Ihnen bei den nächsten Schritten.


1 https://www.finanzen.net/
2 https://www.dai.de/