Beruf & Familie

Schwere Krankheiten bei Frauen: ein wichtiges Thema am Weltfrauentag

Am 8. März „feiern“ wir den Weltfrauentag. Der Weltfrauentag soll auf die Gleichstellung der Geschlechter und Frauenrechte aufmerksam machen – ob dies nun ein Anlass zum Feiern ist oder zum konsequenteren Handeln mahnt, darf jeder für sich entscheiden. Denn obwohl Frauen mit knapp 51 Prozent den größeren Anteil der Bevölkerung ausmachen1, werden sie an vielen Stellen auch heute noch benachteiligt. Auch hier in Deutschland.

Weltfrauentag: diese Nachteile haben Frauen in Deutschland

Frauen und Mädchen haben in vielen Bereichen nicht die gleichen Chancen wie Männer und Jungen. Die Beispiele sind vielfältig, aber in der breiten Öffentlichkeit wird besonders häufig über diese Punkte diskutiert:

  • Schlechtere Bezahlung
  • Niedrigere Renten
  • Aufstiegsmöglichkeiten im Job (gläserne Decke)
  • Doppelbelastung Job und Familie bzw. Vereinbarkeit von Job und Familie
  • Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg in den Job (Elternzeit)

Fakt ist, dass Frauen häufiger in schlechter bezahlten Jobs wie beispielsweise der Pflege oder im Einzelhandel beschäftigt sind2. Doch auch bei vergleichbarer Qualifikation und gleicher Position im Unternehmen verdienen Frauen im Schnitt immer noch 6 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen3. Beim Thema „Haushalt und Kinderbetreuung“ gibt es trotz aller Fortschritte auch weiterhin ein großes Ungleichgewicht. Frauen schultern auch hier einen Großteil der Last und leisten deutlich mehr unbezahlte Arbeit als Männer4. Die Gründe? Sie sind vielfältig. Die Corona-Pandemie und das damit einhergehende Homeschooling haben die Situation in vielen Familien zusätzlich verschärft.

Coronakrise: Frauen reduzieren Arbeitszeiten stärker

Corona-Arbeitszeit von Eltern
Durchschnittliche, wöchentliche Arbeitszeit von Eltern mit betreuungsbedürftigen Kindern. Quelle: in Anlehnung an boeckler.de

Darüber hinaus macht es uns unser Sprachgebrauch schwer, das typische Klischeedenken abzulegen. Die in Vollzeit arbeitende Mutter wird schnell als „Rabenmutter“ abgestempelt, der arbeitende Mann ist dagegen der liebevolle „Familienvater“, wenn er sich nach dem Achtstundenarbeitstag und am Wochenende seiner Sprösslinge annimmt.

In Summe ist es daher auch nicht verwunderlich, dass Frauen gezwungenermaßen Einbußen beim Gehalt und bei den Karrieremöglichkeiten hinnehmen müssen. In letzter Konsequenz bedeutet dies auch niedrigere Renten im Alter. Nehmen Sie daher den Weltfrauentag als Anlass, sich mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Das ist enorm wichtig, um später finanziell abgesichert und unabhängig zu sein. Sie sehen, der Weltfrauentag hat auch in Deutschland durchaus seine Berechtigung.

Krankheiten bei Frauen: der „Gender Health Gap“ und seine finanziellen Folgen

Die finanzielle Vorsorge und die Absicherung von Frauen gehen auch deutlich über die bereits genannten Punkte hinaus. Haben Sie schon einmal vom „Gender Health Gap“ gehört? Klinische Studien werden beispielsweise häufig nur mit männlichen Probanden durchgeführt und auch die Dosierung vieler Medikamente beruht zumeist auf einem männlichen Körperbau. Demnach sind viele Medikamente für Frauen eigentlich viel zu hoch dosiert5. Männer- und Frauenkörper sind eben nicht gleich – auch die Symptome von Krankheiten bei Frauen sind beispielsweise unterschiedlich. Klagt ein Mann in der Notaufnahme über stechende Schmerzen in der Brust, weiß jeder Arzt, was zu tun ist. Bei Frauen sind die Symptome eines Herzinfarkts undeutlicher und unspezifischer. Ihnen ist oft übel, sie sind erschöpft oder haben Schmerzen im Oberbauch. Die häufige Folge: eine Fehldiagnose oder ein langer Ärztemarathon. Das kann für Frauen eine längere Genesungszeit bei Krankheiten bedeuten.

Männer und Frauen im Vergleich: Symptome bei Herzinfarkt

Brustschmerzen sind bei Männern und Frauen das häufigste Symptom bei einem Herzinfarkt. Allerdings sind die Symptome bei Frauen eventuell weniger eindeutig. Quelle: in Anlehnung an heart.org

Das Leben wird bei einer krankheitsbedingten Auszeit der Frau ganz schön auf den Kopf gestellt – unabhängig vom Familienstand. Gerade alleinstehende oder alleinerziehende Frauen, deren Arbeitskraft oftmals Grundlage der gesamten finanziellen Existenz ist, sollten sich gegen schwere Krankheiten, wie beispielsweise einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, absichern. Dafür bietet sich eine Dread Disease Versicherung an. Diese sichert Sie im Ernstfall finanziell ab und Sie bleiben weiter unabhängig. Wer sich in einer Beziehung oder Ehe sicher wähnt, unterschätzt häufig die Folgen. Neben gewohnten Abläufen, die durcheinandergebracht werden, reißt eine krankheitsbedingte Auszeit vom Job auch ein Loch in die Haushaltskasse. Im Fall der Fälle muss alles neu organisiert werden – das kostet neben Zeit und Nerven auch Geld.

Der Weltfrauentag ist ein hervorragender Anlass, um selbst zu handeln oder Ihre Partnerin, Freundin, Tochter, Tante, Nichte oder auch Cousine auf das Thema aufmerksam zu machen. Beim Thema „finanzielle Vorsorge und Absicherung von Krankheiten“ kann jede Frau ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen.

Carmen Claßen, Stellvertretende Teamleiterin „Marke und Produkte“ bei Canada Life, hat gemeinsam mit herMoney, einem Finanzportal für Frauen, in einem Podcast über das wichtige Thema gesprochen.

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1 https://www.bpb.de/
2 https://www.destatis.de/
3 https://www.destatis.de/
4 https://de.statista.com/
5 https://www.quarks.de/
6 https://www.boeckler.de/
7 https://www.heart.org/